Leise Elektrogeräte in der Küche

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Die Küche lag früher oftmals hinter einer Tür, und mit ihr blieb auch der Lärm im Raum. Heutige Grundrisse öffnen den Kochbereich zum Wohnbereich, sodass jedes Brummen und jedes Rauschen deutlich hörbar bleibt. Die Gerätehersteller haben darauf reagiert und ihre Antriebe, Gehäuse und Programme im Lauf der Jahre immer weiter gedämpft. Dieser Blogbeitrag erklärt Ihnen, welche Dezibelwerte heute als niedrig gelten, welche Technik dahintersteckt und worauf Sie beim Kauf achten. Leise Elektrogeräte in der Küche verbessern den Wohnkomfort deutlich, ohne dass Sie bei der Leistung Abstriche machen müssen.

Wie viel Lärm wirklich entsteht

Nicht jedes Gerät fällt ins Gewicht. Der Backofen summt so zurückhaltend, dass ihn kaum jemand wahrnimmt. Die Dunstabzugshaube, der Geschirrspüler und das Kühlgerät prägen den Geräuschpegel dagegen spürbar. Bei diesen drei Geräten zählt jedes einzelne Dezibel, denn die Skala steigt nicht gleichmäßig an: Zehn Dezibel mehr nimmt das Ohr bereits als doppelte Lautstärke wahr. Den Wert Ihres Wunschgeräts finden Sie auf dem Energielabel, das jeder Hersteller mitliefert.

Dunstabzug: Unterhalten beim Kochen bleibt möglich

Jedes Gespräch am Kochfeld wird anstrengend, sobald die Haube auf hoher Stufe läuft. Herkömmliche Geräte erreichen dabei rund 70 Dezibel auf voller Leistung. Geräuscharme Modelle liegen je nach Leistungsstufe zwischen 35 und 60 Dezibel und gewinnen damit mindestens zehn Dezibel. Reibungsarme, bürstenlose Motoren machen den Unterschied. Siemens nennt seine Technik iQdrive, Bosch setzt auf den EcoSilence Drive, Neff auf den Efficient Drive, und berbel arbeitet mit einem EC-Lüftermotor. Externe Motoren, integrierte Schalldämpfer, Kochfeldabzüge und eine Randabsaugung dämpfen das Geräusch zusätzlich. Miele verbaut beispielsweise Schalldämpfer und verlagert den Motor auf Wunsch aus der Küche heraus. Abluft arbeitet außerdem leiser als Umluft, ein Punkt, den Sie schon bei der Wahl der Betriebsart mitdenken sollten.

Schalldruck und Schallleistung auseinanderhalten

Zwei Angaben tauchen bei Dunstabzügen immer wieder auf. Der Schallleistungspegel beschreibt die Lautstärke direkt am Gebläse. Der Schalldruckpegel misst dagegen in einem Meter Abstand und fällt deshalb niedriger aus. Das Energielabel weist den Schallleistungspegel aus. Einige Hersteller nennen beide Werte, sodass Sie den Unterschied leichter einordnen. Ein Kochfeldabzug von Oranier kommt auf Normalstufe etwa auf 35 bis 56 Dezibel Schallleistung, während der Schalldruck in einem Meter Entfernung bei 27 bis 48 Dezibel liegt.

Geschirrspüler um die 40 Dezibel

Ein Geschirrspüler mit rund 40 Dezibel gilt heute als leise, das entspricht einem gedämpften Gespräch. Einfachere Geräte liegen bei 44 bis 48 Dezibel. Die Klasseneinteilung hilft beim Vergleich: Klasse A endet unter 39 Dezibel, Klasse B reicht bis 45 Dezibel, Klasse C bis 51 Dezibel, Klasse D beginnt ab 51 Dezibel. Der Krach entsteht durch einen lauten Motor, durch die Bewegung des Wassers und durch ein schlecht gedämmtes Gehäuse. Aktuelle Geräte isolieren das Gehäuse, arbeiten mit bürstenlosem Motor und mit optimiertem Pumpenkreislauf. Ein Einbaugerät bleibt zudem ruhiger als ein Standgerät. Bosch nutzt hier ebenfalls den EcoSilence Drive, Neff den Efficient Silent Drive. Beachten Sie eine Kleinigkeit: Die Angabe auf dem Energielabel bezieht sich auf das Standardprogramm. Ein Silence- oder Nachtprogramm senkt den Wasserdruck und arbeitet dadurch noch zurückhaltender.

Kühlgeräte laufen rund um die Uhr

Die Lautstärke wiegt beim Kühlschrank schwer, weil das Gerät durchgehend arbeitet und in unregelmäßigen Abständen anspringt. Ein Wert zwischen 29 und 40 Dezibel gilt nach heutigem Stand als niedrig und entspricht ungefähr einem Flüstern. Klasse A endet unter 30 Dezibel, Klasse B reicht bis 36 Dezibel, Klasse C bis 42 Dezibel. Ältere Geräte kommen auf deutlich höhere Werte. Ein Invertermotor ist für den ruhigen Betrieb entscheidend: Er läuft mit weniger Reibung, bleibt dadurch leiser und verbraucht weniger Strom. Eine gute Isolierung dämpft die restlichen Geräusche. Ein Kühlschrank ohne Gefrierfach arbeitet grundsätzlich ruhiger als eine Kühl-Gefrier-Kombination. Ihr Gerät wird plötzlich lauter? Dann hilft oft schon das Abtauen.

Ruhe und Stromverbrauch hängen zusammen

Leise Geräte arbeiten in der Regel sparsamer als laute. Der Grund liegt im Antrieb: Reibungsarme, bürstenlose Motoren brauchen weniger Energie als ältere Bauarten. Ein niedriger Dezibelwert deutet deshalb häufig auf ein effizientes Gerät hin. Diese Geräte gelten damit zugleich als nachhaltiger. Der Anschaffungspreis fällt dafür höher aus, denn neue Technik kostet. Die Mehrkosten rechnen sich bei steigenden Energiepreisen meist innerhalb weniger Jahre, und die Ruhe gibt es obendrauf.

Fazit: Leise Elektrogeräte in der Küche

Leise Elektrogeräte in der Küche zahlen sich doppelt aus: Sie stören den Wohnbereich kaum und verbrauchen weniger Strom. Hersteller wie Bosch, Siemens, Neff, Miele, berbel, AEG, V-Zug, Gaggenau und Oranier haben ihr Sortiment entsprechend weiterentwickelt. Die passende Wahl hängt vom Grundriss, von der Betriebsart und von Ihren Kochgewohnheiten ab. Bei DOCHOWs Küchen mit Geschmack endet die Betreuung nicht mit der Lieferung: Angela Dochow übernimmt die Geräteeinweisung und zeigt Ihnen, wie Sie Silence-Programme und Leistungsstufen richtig einsetzen. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserem Küchenstudio in Berlin-Steglitz und hören Sie selbst, wie ruhig eine gut geplante Küche arbeitet.

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